Braune Nürnberger Lebkuchen

Samstag, Oktober 8th, 2011

Rezept braune Lebkuchen nach Nürnberger Art

Zum Backen der Lebkuchen nehme man: 1 1/2 kg Sirupteig, 2 1/2 kg Honigteig, arbeite den Teig gehörig durch und brich 50 g ganz fein geriebene Pottasche darunter. Dann arbeite noch folgende Gewürze gut darunter: 50 g Muskatblumen, 50 g Kassia, und 750 g auseinandergeschnittene halbe Mandeln. Auch einen Löffel voll Pomeranzenschalenzucker, oder eingemachte Pomeranzenschalen mit geläutertem, starken Zucker, fein gerieben, kann man unter den Teig arbeiten. Nun wird der Teig in länglich viereckige Scheiben geformt und bei mittlerer Hitze gebacken. Diese Lebkuchen dürfen nicht so hoch aufgehen, weshalb kein Hirschhornsalz dazu kommt. Ist der Lebkuchen gebacken, so kommt er eine Nacht zum Trocknen in den Trockenschrank. Man legt die Kuchen zu diesem Zweck mehr stehend auf ein Blech. Am anderen Tage wird ein Liter Wasser mit 125 g Zucker aufgekocht, und wenn dieser warm ist, werden die Lebkuchen hineingetunkt, dann wieder auf die Bleche gelegt und einzeln getrocknet. Nachdem sie wieder trocken sind, wird die obere Seite mit brauner Glasur bestrichen und auf die Mitte jedes Lebkuchens ein dünnes Scheibchen Zitronat gelegt.

Die Pottasche

Montag, Oktober 3rd, 2011

Vor Anwendung der derselben tut man gut, diese mit etwas Wasser anzufeuchten und über Nacht an einem mäßig warmen Ort aufzustellen. Die Pottasche, welche von sehr harter Beschaffenheit ist und sich schwer verarbeiten läßt, löst sich alsdann besser auf; man nimmt davon immer nur kleine Teile auf einmal auf eine Marmorplatte und reibt diese so fein wie Butter; körnig darf dieselbe niemals dem Teige zugefügt werden, da jedes, wenn auch so kleine Körnchen Blasen sowie ein ungleichmäßiges Aufgehen des Teiges verursachen würde. Die feine Verarbeitung des Triebes ist infolgedessen Haupterfordernis und trägt zum Gelingen einer ansehnlichen Ware außerordentlich viel bei, auch muß die Vermischung des Triebes mit dem Teige sehr sorgfältig in allen seinen Teilen vorgenommen werden, um ein gleichmäßiges Aufgehen des Teiges zu erreichen.



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